Draußen & Bewegung

Bewegung, frische Luft und Naturerfahrungen sind ein fester Bestandteil unseres Alltags. Wir sind in der Regel täglich mindestens 30 Minuten draußen – auch bei Kälte oder Regen.
Dabei achten wir stets auf das individuelle Wohlbefinden der Kinder. Werden Hände kalt oder ist jemand erschöpft, reagieren wir flexibel und gehen auch schon früher wieder hinein.

Ausnahmen bilden Unwetterwarnungen, Gewitter oder extremen Temperaturen.
Die Sicherheit bleibt selbstverständlich stets oberste Priorität.


Partizipation im Alltag

Auch beim Rausgehen dürfen die Kinder mitentscheiden. Möchten einzelne Kinder lieber drinnen bleiben, teilen wir – wenn möglich – die Gruppe auf. Uns ist wichtig, dass Kinder sich ernst genommen fühlen und echt Entscheidungsfreiräume erleben.

Für unsere Ausflüge benötigen die Kinder stets witterungsgerechte Kleidung, die auch schmutzig werden darf – denn Matsch, Sand und Farbe gehören für uns zum Lernen dazu.

Unsere Außenbereiche und Ausflugsziele

Wir nutzen regelmäßig:
– unseren eigenen Garten
– den gemeinsamen Garten mit der benachbarten Kita
– nahegelegene Spielplätze mit vielfältigen Kletter-, Rutsch- und Schaukelmöglichkeiten
– Spazierwege entlang der Wuhle

Darüber hinaus unternehmen wir Ausflüge, zum Beispiel zu befreundeten Kindertagespflegen, in die Gärten der Welt oder zu ausgewählten Indoor-Angeboten.

Bewegung erleben

Draußen und drinnen wechseln sich freies Spiel und angeleitete Bewegungsangebote ab. Dazu gehören Beispielsweise kleine Staffelläufe, Bewegungsparcours oder Mini-Olympiaden.

Unsere obere Etage nutzen wir gezielt für angeleitete Bewegungsangebote und gemeinsames Toben, vor allem bei schlechtem Wetter.

Bewegung bedeutet für uns jedoch mehr als nur Klettern und Rennen. Kinder lernen, ihren Körper bewusst einzusetzen – Rücksicht auf Kleinere zu nehmen, sich selbst einzuschätzen und ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen.

Natur mit allen Sinnen entdecken

Naturerfahrungen sind ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Wir beobachten Pflanzen, erforschen Schnee und Eis, entdecken Blüten, sammeln Blätter oder betrachten Insekten mit Lupen.
Die Kinder erleben Jahreszeiten unmittelbar – im Grünen, am Wasser, im Sand oder im Matsch.

Selbstständigkeit und Sicherheit

Wir orientieren uns in unserer Begleitung unter anderem am Ansatz von Emmi Pikler:
Kinder dürfen sich körperlich ausprobieren und eigene Fähigkeiten entwickeln.

Wenn ein Kind beispielsweise noch nicht allein auf die Schaukel kommt, setzen wir es nicht direkt hoch. Stattdessen unterstützen wir so viel wie nötig – etwa durch Stabilisieren oder eine helfende Hand – damit das Kind den Schritt möglichst selbstständig bewältigen kann.

Wir sind dabei stets aufmerksam und nah, sodass sich die Kinder sicher fühlen können.

Verkehrserziehung

Sobald wir das Gelände verlassen, beginnt für uns auch die Verkehrserziehung. Die Kinder tragen gut sichtbare Warnwesten und lernen grundlegende Regeln im Straßenverkehr. Beim Überqueren einer Straße darf ein Kind nach vorne treten und prüfen, ob alles frei ist – erst dann gehen wir gemeinsam weiter.

So entwickeln Kinder Schritt für Schritt Verantwortung, Aufmerksamkeit und eine gesunde Gefahreneinschätzung.